In der mittlerweile fast 40-jährigen Geschichte des Bergheimer Funkmarktes gab es viele Höhen, aber auch einige Tiefen. Die wichtigsten Meilensteine der bewegten Historie unseres Funkmarktes haben wir hier für euch zusammengetragen.

1982

Anfang der Achtziger Jahre befand sich unser Relais DB0XO technisch nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Für eine Instandhaltung oder gar eine Erweiterung auf 70cm fehlte dem OV G20 das Geld. Aus diesem Grund schlug Jürgen Kahnert, DF7KP, dem damaligen OVV Sigurd Lüttgens, DF8KM, vor, einen Flohmarkt zur Finanzierung der notwendigen Investitionen durchzuführen. Im Ortsverband wurde die Idee begeistert aufgenommen.

So wurde ein Flohmarktteam unter der Führung von Jürgen gebildet, mit der Aula des Gutenberg-Gymnasiums ein ausreichend großer Ort gefunden, mit dem 06. März 1982 ein Termin festgelegt und eine Anzeige in den OV Nachrichten der CQ-DL veröffentlicht. Es kamen knapp 800 Besucher, der Flohmarkt wurde ein voller Erfolg und das Relais konnte ausgebaut werden.

1983

Nach dem unerwarteten Erfolg des ersten Flohmarkts stand für alle Beteiligten fest, dass der Flohmarkt auf jeden Fall wiederholt werden sollte. Kein Wunder also, dass der zweite Bergheimer Funkmarkt bereits 1983 stattfand. Aufgrund des begrenzten Platzangebotes im Gutenberg-Gymnasium entschied sich das Flohmarkt Team in diesem Jahr aber für den Umzug in die Bergheimer Stadthalle.

Hier sollten die Flohmärkte in den nächsten 14 Jahren stattfinden. Wurde anfangs nur die untere Etage belegt, so kamen 1985 die Gänge der oberen Etage und 1987 auch noch der große Vortragsraum im 1. OG hinzu. So konnten wir mehr Ausstellern Platz bieten, was wiederum mehr Besucher anlockte. Besucherzahlen von deutlich über 1.000 Amateurfunk Begeisterten waren nun keine Seltenheit mehr.

1997

Mitte der 1990er Jahre wurde die Stadthalle in Bergheim zunehmend zum Sanierungsfall. 1996 wurde der Umbau zum heutigen Medio.Rhein.Erft beschlossen und die Nutzfläche drastisch begrenzt. Das brachte wiederum den Ortsverband G20 in Bedrängnis, denn auf der kleinen Restfläche war die Durchführung des Bergheimer Funkmarktes unmöglich geworden.

So wurde nach einem neuen Ort für den Flohmarkt gesucht und mit dem Bürgerhaus in Bergheim-Quadrath auch schnell gefunden. Die neue Lokalität hatte endlich auch eine moderne Küche mit Bedientheke, so dass nun deutlich besser für das kulinarische Wohl gesorgt werden konnte. Leider erwies sich das Bürgerhaus allein aber als viel zu klein. Um allen Ausstellern Platz zu bieten, mussten die Gänge sehr klein gemacht werden und es gab ein erhebliches Gedränge.

1998

Um die Platzprobleme im Bürgerhaus Quadrath zu lösen, bemühten wir uns 1998 auch die an das Bürgerhaus angrenzende Sporthalle zu mieten. Zwar gestaltete sich dies aufgrund der starken Frequentierung durch Vereine und unterschiedliche Zuständigkeiten anfangs recht schwierig, aber letztlich konnte eine Einigung mit der Stadt erreicht werden.

So konnten wir auf dem seinerzeit 17. Bergheimer Funkmarkt eine Fläche von insgesamt 2.200m² zur Verfügung stellen. Auf diese Weise konnten wir sehr viele Aussteller unterbringen, es blieb ausreichend Platz in den Gängen und es konnte eine kleine Cafeteria eingerichtet werden. Ausreichend Parkplätze in der näheren Umgebung und ein ebenerdiger Zugang zu beiden Hallen sorgten dafür, dass wir bis heute an Bürgerhaus und Turnhalle festgehalten haben.

2001

Im Jahre 2001 findet bereits der zwanzigste Bergheimer Funkmarkt statt. Längst ist er zu einer Institution geworden und das trotz Internet und Mobilfunk. So wundert es nicht, dass erstmals in der Flohmarktgeschichte beide Hallen in Bergheim-Quadrath komplett ausgebucht sind. Über 70 Firmen und private Aussteller finden Platz, weitere Anfragen müssen abgelehnt werden.

Auch die Besucherzahlen sind zum Jubiläumsflohmarkt auf einem Allzeit Hoch. Kein Wunder, bei dem großen Angebot und dem reichhaltigen Rahmenprogramm. So etwa gibt es mittlerweile nicht nur eine Einweisung bei der Anreise, eine Haupttheke, einen Contest oder auch Vorträge, sondern auch die von Sigrid, DH6KD, betreute YL Ecke auf der Empore der Turnhalle.

2004

2004 war zweifelsfrei das chaotischste Jahr in der Flohmarktgeschichte. Die Stadt hatte im Zuge der Renovierung der alten Stadthalle die BM Cultura GmbH gegründet. Diese war organisatorisch jedoch noch nicht sauber mit anderen Behörden vernetzt und hatte ganz andere Vorstellungen von den Kosten, die Vereine für die Nutzung öffentlicher Einrichtungen zahlen mussten.

Das führte dazu, dass der Termin kurzfristig um eine Woche nach hinten verschoben werden musste und dass wir wieder zurück in die Aula des Gutenberg Gymnasiums umziehen mussten. Eine komplette Neuplanung, Absagen und Frust waren die Folge. Dennoch schafften wir es irgendwie so viele Aussteller wie möglich unterzubringen, die sich leider nur rund 750 Besuchern präsentieren konnten.

2011

Im Jahre 2011 fand der mittlerweile 30. Bergheimer Funkmarkt statt. Neben dem gewohnten Rahmenprogramm wie etwa Cafeteria und Voträgen führten wir zum Jubiläum auch eine Tombola durch. Preise im Wert von über 3.500 Euro wurden von den bekannten Amateurfunk Händlern zur Verfügung gestellt. Jeder Besucher erhielt automatisch mit seiner Eintrittskarte ein Los. Weitere Lose konnten für 2 Euro erworben werden.

Auch technisch wurde auf diesem Flohmarkt aufgerüstet. Erstmals konnten Karten nun online bestellt und bezahlt werden. Das Onlineticket musste dann lediglich ausgedruckt werden. Für die Onlinebesteller wurde vor Ort ein zweiter Eingang eröffnet, so dass man mit dem Onlineticket auch noch deutlich schneller in die Hallen kam.

2016

Im Jahre 2016 bremsten uns erneut Baumängel aus. In einer Turnhalle in Bochum waren Mitte 2015 Deckenplatten aufgrund baulicher Mängel heruntergefallen. Das Land NRW ließ daraufhin alle ähnlichen Hallen überprüfen. 6 Wochen vor dem Bergheimer Funkmarkt erfuhren wir Anfang Februar, dass die von uns bereits fest verplante Sporthalle identische Mängel aufwies und ab sofort gesperrt sei.

Nun wurde in fieberhafter Eile umgeplant. Die Cafeteria wurde drastisch verkleinert und die Gänge auf ein rechtlich notwendiges Minimum reduziert. Vorträge wurden gestrichen um den Vortragsraum nutzen zu können und die sonst ungenutzte, da nicht ebenerdig zu erreichende Bühne, wurde ebenfalls als Ausstellungsfläche genutzt. Und obwohl wir trotzdem einigen Ausstellern absagen mussten, gab es am Ende von Ausstellern und Besuchern ein sehr  positives Feedback.

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